
In Muri im Aargau ersetzen wir das Bauwerk an der Zürcherstrasse. Vier vorfabrizierte Träger mit einer Gesamtlänge von 13.50 Metern haben wir im Werk Sachseln/Giswil gefertigt und in der Nacht vom 29. auf den 30. August 2026 eingebaut.
Der Fahrplan sah fünfzehn Stunden vor: zwei Stunden pro Träger fürs Versetzen, dazu sieben Stunden für die Fahrten des Schienenkrans und das Anhängen im Zwischenlager. Gebraucht haben wir sechs — weniger als die Hälfte.
Solche Zahlen entstehen nicht in der Nacht selbst, sondern davor. Die Meier + Jäggi AG hatte alles sauber vorbereitet, Planung und Bauleitung waren die ganze Zeit vor Ort und haben entschieden, sobald etwas zu entscheiden war. Wer bei einem Bahnzeitfenster auf Rückfragen warten muss, verliert genau die Stunden, die man vorne eingespart hat.
Gehoben wurde mit dem Schienenkran. Wo kein Strassenkran hinkommt, übernimmt das Gleis den Transportweg — was bedeutet, dass jeder Handgriff im Voraus geplant sein muss. Ein Schienenkran lässt sich nicht kurz umstellen.
Die eigentliche Schwierigkeit lag bei der Anschlussbewehrung zwischen Träger und Auflager. Solche Anschlüsse entscheiden darüber, ob ein Träger im ersten Anlauf sitzt oder ob nachgearbeitet werden muss.
Die Montage verlief ohne Zwischenfall. Bei Nachtarbeit mit Lasten dieser Grössenordnung ist das kein Nebensatz, sondern das Wichtigste an der ganzen Nacht.
Der Dank gehört allen, die dabei waren — der Meier + Jäggi AG, der Planung und der Bauleitung, dem Team am Schienenkran und unseren Monteuren. Sechs statt fünfzehn Stunden schafft niemand allein; das ist das Ergebnis von Vorbereitung und davon, dass jeder wusste, was er zu tun hat.
Das Projekt läuft weiter — die Arbeiten am Bauwerk sind noch nicht abgeschlossen.

